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Glossar

Corporate Citizenship

Es bezeichnet das Engagement von Unternehmen in ihrem Umfeld, das über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgeht, um Herausforderungen des Gemeinwesens aufzugreifen. Von diesen Kooperationsprojekten ziehen im Idealfall sowohl das Gemeinwesen als auch das Unternehmen einen größtmöglichen Nutzen.

Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens gegenüber seinen Anspruchsgruppen. Das Konzept von CSR integriert die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen in ihr Kerngeschäft.

Corporate Volunteering

Corporate Volunteering (freiwilliges Arbeitnehmerengagement) steht für den Einsatz der Mitarbeiter eines Unternehmens für gemeinnützige Zwecke. Es umfasst neben der Freistellung von Mitarbeitern für gemeinnützige Projekte die Anerkennung und Förderung des bereits bestehenden freiwilligen Engagements von Mitarbeitern inner- oder außerhalb der Arbeitszeit.

freiwilliges Arbeitnehmerengagement in NPOs

Hierunter versteht man die Anregung, Ermöglichung und Anerkennung von freiwilligem Engagement einzelner Unternehmensmitarbeiter durch Arbeitgeber in und außerhalb ihrer Arbeitszeit.

Langfristige Kooperationen

Unter diesen Pro bono-Leistungen versteht man Beratungsleistungen oder Tätigkeiten, bei denen Unternehmen oder Berater ihre Fachkenntnis gemeinnützigen Einrichtungen oder Projekten unentgeltlich zur Verfügung stellen.

Marktplatz-Methode

Diese Methode bringt gemeinnützige Organisationen und Wirtschaftsunternehmen für 90 bis 120 Minuten an einem Ort für eine ungewöhnliche Begegnung zusammen. In dieser Zeit vereinbaren die Anwesenden Projekte, die gemeinsam verwirklicht werden.

Mentorentätigkeit

Mentorentätigkeit beinhaltet die Begleitung durch eine erfahrenen Person (Mentorin bzw. Mentor), die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an eine noch unerfahrene Person (Mentee) weitergibt. Ziel ist, den Mentee in seiner persönlichen oder beruflichen Entwicklung innerhalb oder außerhalb der Unternehmenswelt zu fördern. Für den Mentor beinhaltet die Begleitung die Chance sich u. a. soziale Kompetenz anzueignen.

Moderation von Dialogforen

Solche Dialogforen sind auf eine längere Kontinuität angelegte Gesprächsforen für den direkten, persönlichen und offenen Dialog von Unternehmen mit Vertretern der lokalen Bürgerkommune und der lokalen Zivilgesellschaft.

Non Governmental Organisation

Non Governmental Organisations / Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs / NROs) sind Organisationen und Netzwerke der Zivilgesellschaft, die sich autonom und meistens unabhängig von staatlichen oder parteilichen Institutionen für ökonomische, soziale und/oder ökologische Entwicklungen einsetzen.

Non-for-Profit Organisation

Non-for-Profit Organisation (NPO) / gemeinnützige Organisation
Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Gemeinnützigkeit ist ein rein steuerrechtlicher Tatbestand: Sie ist ein steuerbegünstigter Zweck und führt zu steuerlichen Begünstigungen der Körperschaft.

Personaltausch

Weiterbildungsprogramme, die einen temporären (und bisweilen gegenseitigen) Personaltausch zwischen Mitarbeitern (insb. Führungskräften) aus Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen vorsehen. Führungskräften aus der Wirtschaft werden dabei praktische Lern- und Erfahrungsfelder in Arbeitswelten von sozialen Institutionen angeboten.

Programme für berufliche Übergänge

Für alle Altersgruppen kann man feststellen, dass es positive Wechselwirkungen zwischen Freiwilligeneinsätzen und beruflichen Fähigkeiten im Blick auf die "soft skills" gibt. So können entsprechende Programme die Übergänge zwischen Schule und Beruf sowie Beruf und Nacherwerbszeit verbessern. Siehe auch Secondment.

Public-Private Partnerships

Als Public-Private Partnerships (PPP), d. h. als öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP), wird das kooperative Zusammenwirken von Unternehmen mit der öffentlichen Hand bezeichnet. Die Privatwirtschaft hilft bei der staatlichen Aufgabenerfüllung, wobei die hoheitliche Erfüllungsverantwortung beibehalten wird. Zu unterscheiden sind hiervon „neue gesellschaftliche Kooperationen“ oder „neue soziale Partnerschaften“, die nichtmonetär und gemeinnützig ausgerichtet sind und sich nicht der staatlichen Aufgabenerfüllung verpflichtet fühlen.

Sabbatzeit mit Gemeinwohlengagement

Sabbatzeit (engl.: Sabbatical) beinhaltet im Kontext von Corporate Citizenship einen beruflichen Ausstieg auf längere Zeit, bei dem der Arbeitnehmer zur Erweiterung seines persönlichen Hintergrunds seine Arbeitskraft sozialen Projekten zur Verfügung stellt

Secondment

Das englische Wort Secondment bezeichnet die zweckgebundene Freistellung eines Mitarbeiters durch den Arbeitgeber. Der freigestellte „Secondee“ soll eine zwischen seinem Unternehmen und einer gemeinnützigen Organisation vereinbarte Aufgabe für einen längeren Zeitraum innerhalb der kooperierenden Organisation übernehmen.

Soziales Unternehmertum

Soziales Unternehmertum (Social Entrepreneurship) ist unternehmerisches Handeln, das auf die nachhaltige Lösung eines gesellschaftlichen Problems mit innovativen und skalierbaren Mitteln abzielt, anstatt profitorientierte Ziele zu verfolgen. Ein Sozialunternehmer ist eine Unternehmerpersönlichkeit, die mit einem neuen Ansatz eine bisher nur unzureichend gelöste gesellschaftliche Aufgabe angeht und dabei keine finanzielle Gewinnerzielung anstrebt, sondern den Erfolg ihres Handelns am gesellschaftlichen Wandel misst.

Sozialkapital

Sozialkapital entsteht durch die Bereitschaft der Bürger, miteinander zu kooperieren. Es beruht auf sozialen Netzwerken und bezieht sich im Gegensatz zum Humankapital nicht auf natürliche Personen an sich, sondern auf die Beziehungen zwischen ihnen. Sozialkapital bezeichnet die Gesamtheit der Ressourcen, die mit der Teilhabe am Netz sozialer Beziehungen verbunden sein können.

Spenden

Spenden sind Unterstützung für Vereine, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke, die ohne Gegenleistung erfolgt. Es gibt Geld-, Sach- und Dienstleistungsspenden. Bestimmte Organisationen dürfen für den Erhalt von Spenden steuerlich wirksame Zuwendungsbescheinigungen ausstellen. Sponsoring ist die planmäßige und vertraglich festgelegte Unterstützung von Vereinen, Sportlern etc. mit dem Ziel der Werbung. Die Unterstützung erfolgt meistens finanziell, aber auch durch Sach- oder Dienstleistungen.

Stakeholder

Stakeholder oder Anspruchsgruppen sind all jene Gruppen, die durch die Unternehmenstätigkeiten beeinflusst werden. Das umfasst nicht nur die Aktionäre, sondern auch Konsumenten, Mitarbeiter, Zulieferer, lokale Bevölkerung, Behörden, NGOs, die Öffentlichkeit und alle anderen Personen, die einen Bezug zum Unternehmen haben.

Teamaktivitäten

Im Rahmen solcher Aktivitäten können z.B. junge Führungskräfte in einem längerfristigen Zeitraum für eine gemeinnützige Initiative im Einsatz sein und dabei Teamentwicklung erfahren und dies für ihr berufliches Fortkommen nutzen.

Unternehmens-Freiwilligentag

Bei einem Unternehmens-Freiwilligentag laden lokale Projekte und Vereine interessierte Unternehmen und deren Mitarbeiter ein, sich in Teamaktivitäten einen Tag lang für einen guten Zweck zu betätigen.

Win-Win-Situation

Win-Win-Situation bezeichnet ein Projekt, bei dem alle Beteiligten gewinnen. Unternehmensstrategische und ökonomische Ziele werden mit der Gemeinwohlorientierung zu beiderseitigem Nutzen verbunden.